Auf einen Blick
Typ
Hosted Visual-Builder / CMS
Kosten ab
14 €/Monat (Site-Plan)
Kostenlos-Plan
Ja (mit webflow.io-Domain)
Templates
~500 (viele kostenlos)
Code-Export
Ja (HTML/CSS/JS)
Ideal für
Designer, Agenturen, Marketing
Schwierigkeit
Hoch (Lernkurve)
DSGVO
Gut (EU-Server möglich)

Was ist Webflow?

Webflow ist kein klassischer Website-Builder – es ist ein visuelles Entwicklungswerkzeug, das sich an Designer richtet, die pixelgenaue Kontrolle wollen, aber keinen Code schreiben möchten. Webflow übersetzt visuelle Designentscheidungen in sauberen HTML/CSS-Code.

Gegründet 2013, hat sich Webflow zur bevorzugten Plattform für Designer und Webentwicklungs-Agenturen entwickelt. Besonders Marketing-Teams schätzen Webflow, weil sie Änderungen an Landingpages selbst vornehmen können, ohne einen Entwickler zu benötigen.

Webflow vs. andere Builder: Der entscheidende Unterschied

Bei Wix und Squarespace arbeitest du mit vorgefertigten Elementen innerhalb eines Templates. Bei Webflow baust du die Website von Grund auf mit einem CSS-Grid- und Flexbox-Prinzip – ähnlich wie ein Entwickler, aber visuell. Das Ergebnis ist einzigartiges Design statt erkennbare Templates.

Webflow produziert außerdem sauberen, exportierbaren Code. Das bedeutet: Wenn du dich entscheidest, Webflow zu verlassen, kannst du deine Website als statisches HTML/CSS exportieren – ein klarer Vorteil gegenüber Lock-in-Lösungen.

Webflow CMS: Dynamische Inhalte ohne Datenbank-Kenntnisse

Webflow bietet ein eigenes CMS-System, mit dem du Sammlungen (Collections) erstellst – z. B. Blogbeiträge, Team-Mitglieder, Projekte. Diese werden visuell mit deinem Design verbunden. Das ist mächtig und ermöglicht echte dynamische Websites ohne Backend-Kenntnisse.

Für wen eignet sich Webflow?

  • Webdesigner, die maximale visuelle Kontrolle wollen
  • Agenturen, die Kunden-Websites bauen und übergeben
  • Marketing-Teams mit Bedarf an schnellen Landingpage-Änderungen
  • Alle, die sauberen Code und Design-Qualität priorisieren
  • SaaS-Unternehmen und Tech-Startups für Marketing-Websites

Nicht ideal für Einsteiger ohne Design-Verständnis – die Lernkurve ist real und deutlich steiler als bei Wix oder Squarespace.

Vorteile und Nachteile

Vorteile
  • Maximale Design-Freiheit ohne Code
  • Sauberer, exportierbarer HTML/CSS-Code
  • Leistungsstarkes CMS für dynamische Inhalte
  • Sehr gute SEO-Möglichkeiten
  • Hosting auf globalen CDN-Servern
  • Kein Vendor-Lock-in durch Code-Export
  • Aktive Designer-Community
Nachteile
  • Steile Lernkurve – kein Tool für Einsteiger
  • Teurer als Wix und Squarespace
  • Kein Plugin-Ökosystem wie WordPress
  • Keine E-Commerce-Stärke (kein WooCommerce-Äquivalent)
  • US-Anbieter (EU-Server-Option vorhanden)
  • CMS hat Grenzen bei sehr großen Datenmengen

Webflow-Preise 2026

Webflow hat zwei Preismodelle – Site-Pläne (für einzelne Websites) und Workspace-Pläne (für Agenturen):

  • Basic (ca. 14 €/Mo): Statische Website, eigene Domain, kein CMS
  • CMS (ca. 23 €/Mo): Vollwertiges CMS, Blog, dynamische Inhalte
  • Business (ca. 39 €/Mo): Höhere Bandbreite, mehr CMS-Einträge
  • Enterprise: Individuelle Preise für große Organisationen
Nein – Webflow ist ein No-Code-Tool. Du brauchst keine Programmierkenntnisse. Allerdings solltest du grundlegende CSS-Konzepte verstehen (Flexbox, Grid, Box-Model), sonst wirst du mit Webflow wenig Freude haben. Es ist kein Tool für absolute Einsteiger ohne Design-Grundlagen.
Ja, Webflow gehört zu den SEO-stärksten Website-Buildern. Sauberer Code, schnelle Ladezeiten, volle Kontrolle über Meta-Tags, Open Graph, strukturierte Daten, 301-Weiterleitungen und mehr. Für anspruchsvolle SEO-Projekte ist Webflow eine sehr gute Wahl.
Für reine Marketing-Websites und Landingpages mit hohem Design-Anspruch kann Webflow WordPress überlegen sein. Für Blogs, Portale, LMS, Communities oder Projekte mit spezifischen Plugin-Anforderungen ist WordPress.org die bessere Wahl. Webflow hat kein Plugin-Ökosystem, das mit WordPress' 60.000 Plugins mithalten kann.
Webflow ist ein US-amerikanisches Unternehmen (San Francisco). Hosting erfolgt über AWS und Fastly weltweit. Webflow ist im EU-US Data Privacy Framework zertifiziert. Mit den richtigen Einstellungen – Cookie-Consent, korrekte Datenschutzerklärung, kein unnötiges Tracking – lässt sich eine Webflow-Website DSGVO-konform betreiben. Für maximale DSGVO-Kontrolle (z. B. Hosting ausschließlich auf deutschen Servern) ist selbst gehostetes WordPress die sicherere Wahl.
Webflow bietet einen kostenlosen Plan mit Webflow-Subdomain und eingeschränkten Seiten. Für eigene Domains startet der Basic-Plan bei ca. 14 €/Mo, der CMS-Plan (mit Datenbank-Features) bei ca. 23 €/Mo. Für Business-Anforderungen oder Agentur-Workflows werden es schnell 39 €/Mo oder mehr. Im Vergleich: WordPress.org mit gutem Hosting liegt bei 10–30 €/Mo bei deutlich mehr Flexibilität. Webflow kostet also mehr, liefert aber ein überlegenes Design-Werkzeug.
Es gibt keinen direkten automatischen Import von WordPress zu Webflow. Inhalte können manuell übertragen oder per CSV in die Webflow-CMS-Datenbank importiert werden. Design und Struktur müssen komplett neu aufgebaut werden – was bei Webflow allerdings der Hauptaufwand eines jeden Projekts ist, nicht die Migration. Rechne bei einem Wechsel mit einem vollständigen Neuaufbau der Website.
Webflow ist vor allem bei UX/UI-Designern, Webdesign-Freelancern und kleinen Digitalagenturen beliebt, die hohe Design-Qualität ohne Entwickler-Aufwand brauchen. Auch Marketing-Teams nutzen Webflow zunehmend für Landing Pages und Kampagnenseiten. Für Entwickler, die volle Code-Kontrolle wollen, ist es weniger attraktiv – und für Einsteiger ohne Design-Grundlagen zu komplex.
Für bestimmte Anwendungsfälle ja: Marketing-Websites, Portfolios, Landingpages und kleinere Unternehmensseiten lassen sich mit Webflow gleichwertig oder besser umsetzen. Für Blogs mit vielen Inhalten, Community-Plattformen, LMS, komplexe E-Commerce-Systeme oder Projekte mit spezifischen Plugin-Anforderungen bleibt WordPress die überlegene Wahl. Webflow ist kein universelles CMS-Ersatz, sondern ein Design-Tool mit CMS-Funktionen.
Webflows CMS ist für strukturierte Inhalte wie Blog-Posts, Teammitglieder, Portfolio-Projekte oder Produkte gut geeignet. Du definierst eigene Collection-Strukturen mit Feldern (Text, Bild, Referenz etc.) und verbindest sie mit Design-Elementen. Für einfache Redakteure ist das Backend bedienbar, aber weniger intuitiv als WordPress. Limitierungen: maximal 10.000 CMS-Einträge im Standard-Plan, kein Plugin-Ökosystem für Zusatzfunktionen.