Auf einen Blick
Typ
Hosted (SaaS)
Kosten ab
9 €/Monat
Kostenlos-Plan
Ja (sehr eingeschränkt)
Hosting
Inklusive
Plugins
begrenzt (ab Business)
Ideal für
Blogs, einfache Websites
Schwierigkeit
Einfach
DSGVO
Eingeschränkt (US-Server)
⚠️ Wichtig: WordPress.com und WordPress.org sind nicht dasselbe. WordPress.com ist ein kostenpflichtiger Hosting-Dienst. WordPress.org ist die kostenlose, selbst gehostete Software. Mehr dazu: WordPress.org vs. WordPress.com im Vergleich.

Was ist WordPress.com?

WordPress.com ist ein von Automattic (dem Unternehmen hinter WordPress) betriebener Hosting-Dienst. Du meldest dich an, wählst ein Template und fängst an – ohne Domain zu kaufen, ohne Hosting einzurichten und ohne Updates manuell einzuspielen. Alles läuft auf den Servern von Automattic.

Im Kern nutzt WordPress.com dieselbe Software wie WordPress.org, schränkt aber viele Funktionen ein – vor allem in günstigeren Tarifen. Plugin-Installation, eigene Themes und voller Code-Zugriff sind erst ab teureren Plänen möglich.

Die WordPress.com-Tarife 2026

WordPress.com bietet mehrere Pläne an:

  • Free: Kostenlos, aber mit WordPress.com-Subdomain (z. B. meinblog.wordpress.com), Werbeanzeigen von WordPress.com und sehr eingeschränkten Funktionen. Für professionelle Zwecke nicht geeignet.
  • Personal (ca. 9 €/Mo): Eigene Domain, keine WordPress-Werbung, grundlegende Funktionen. Für einfache Blogs ausreichend.
  • Premium (ca. 15 €/Mo): Erweiterte Designoptionen, VideoPress, Premium-Themes. Noch immer keine eigenen Plugins.
  • Business (ca. 29 €/Mo): Voller Plugin-Zugriff, eigene Themes, SEO-Tools. Ab hier ist WordPress.com wirklich mit WordPress.org vergleichbar.
  • Commerce (ca. 45 €/Mo): Vollwertiger WooCommerce-Shop inklusive.

Für wen eignet sich WordPress.com?

WordPress.com ist eine gute Wahl für:

  • Blogger, die ohne technischen Aufwand starten wollen
  • Personen, die die WordPress-Oberfläche kennen, aber kein eigenes Hosting verwalten wollen
  • Kleine Unternehmen mit einfachen Anforderungen (Personal- oder Premium-Plan)
  • Projekte, bei denen Hosting und Updates keine Eigenverantwortung sein sollen

Vorteile und Nachteile

Vorteile
  • Kein Hosting-Aufwand nötig
  • Updates laufen automatisch
  • Vertraute WordPress-Oberfläche
  • Schneller Start ohne Technikwissen
  • Kostenloser Einstiegsplan vorhanden
  • Zuverlässige Server-Infrastruktur
Nachteile
  • Plugin-Auswahl stark eingeschränkt (günstige Pläne)
  • US-Server – DSGVO-Konformität aufwändiger
  • Teurer als selbst gehostetes WordPress.org
  • Weniger Kontrolle über eigene Daten
  • Business-Plan nötig für volle Funktionen
  • Kein vollständiger Code-Zugriff

WordPress.com vs. WordPress.org: Das Fazit

WordPress.com ist die bequemere, aber teurere und eingeschränktere Option. Für einen einfachen Blog oder eine Präsenzseite ohne viele Sonderwünsche reicht WordPress.com gut. Sobald du mehr Kontrolle, mehr Plugins oder günstigere Konditionen willst, ist WordPress.org die bessere Wahl – vorausgesetzt, du bist bereit, dich um das Hosting zu kümmern.

Ausführlicher Vergleich: WordPress.org vs. WordPress.com

Es gibt einen kostenlosen Plan, der aber stark eingeschränkt ist: WordPress-Subdomain, Werbeanzeigen von WordPress.com, kaum Anpassungsmöglichkeiten. Für professionelle Websites ist mindestens der Personal-Plan (ca. 9 €/Mo) nötig.
Eigene Plugins installieren ist erst ab dem Business-Plan (ca. 29 €/Mo) möglich. Darunter stellt WordPress.com nur eine begrenzte Auswahl an vorgenehmigten Funktionen bereit.
Ja, WordPress bietet eine Export-Funktion für Inhalte (Posts, Seiten, Kommentare). Das Übertragen von Design, Plugins und Mediendateien erfordert jedoch manuelle Arbeit. Ein Wechsel ist möglich, aber aufwändig.
Ja, aber nicht im kostenlosen Plan. Ab dem Personal-Plan (ca. 9 €/Mo) kannst du eine eigene Domain verbinden oder direkt über WordPress.com registrieren. Im kostenlosen Plan bekommst du nur eine Subdomain wie meinname.wordpress.com. Für eine professionelle Außenwirkung ist eine eigene Domain Pflicht – also mindestens ein bezahlter Plan nötig.
WordPress.com wird von Automattic betrieben, einem US-Unternehmen. Daten werden auf Servern in den USA und Europa gespeichert. Automattic ist im EU-US Data Privacy Framework zertifiziert, was eine gewisse Rechtsgrundlage bietet. Für sehr datensensible Projekte oder wenn du vollständige DSGVO-Kontrolle benötigst, ist WordPress.org mit einem deutschen Hosting-Anbieter die sicherere Wahl.
Der Personal-Plan lohnt sich, sobald du eine eigene Domain und eine werbefreie Website willst. Den Business-Plan brauchst du, wenn du eigene Plugins oder Themes installieren möchtest. Ab dem Business-Plan kostet WordPress.com mehr als ein gutes WordPress.org-Hosting mit ähnlicher Flexibilität – dann solltest du überlegen, ob WordPress.org nicht die bessere Wahl ist.
WordPress.com bietet grundlegende SEO-Funktionen wie Meta-Titel und -Beschreibungen, automatische Sitemaps und saubere URLs. Yoast SEO ist ab dem Business-Plan verfügbar. In den günstigeren Plänen sind die SEO-Optionen eingeschränkt. Für ernsthaftes SEO ist WordPress.org mit vollem Plugin-Zugang deutlich mächtiger – WordPress.com reicht aber für einfache Blogs und kleine Business-Seiten.
Ja – im kostenlosen Plan schaltet WordPress.com Werbeanzeigen auf deiner Website, um die Infrastruktur zu finanzieren. Du hast darauf keinen Einfluss und verdienst daran nichts. Ab dem Personal-Plan werden diese Anzeigen entfernt. Das ist ein wichtiger Punkt: Kostenlos bedeutet bei WordPress.com, dass deine Besucher mit Fremdwerbung konfrontiert werden.
Für kleine und mittlere Unternehmen empfehle ich mindestens den Business-Plan, damit eigene Plugins (z. B. für Kontaktformulare, Buchungen oder DSGVO) genutzt werden können. Ehrlich gesagt lohnt sich WordPress.org mit einem deutschen Managed Hosting zu diesem Preis meistens mehr – mehr Flexibilität, volle Kontrolle, keine Plattformabhängigkeit. WordPress.com macht vor allem Sinn, wenn du technischen Aufwand komplett vermeiden willst.
WordPress.com setzt keine feste Seitenanzahl-Grenze – du kannst beliebig viele Seiten und Beiträge erstellen. Die Einschränkungen liegen beim Speicherplatz (im kostenlosen Plan 1 GB, in höheren Plänen mehr) und bei Funktionen wie Plugins oder Custom-Design. Für reine Content-Seiten und Blogs ist WordPress.com also durchaus skalierbar, auch in günstigeren Plänen.