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Was ist Drupal?
Drupal ist ein freies, quelloffenes Content-Management-System, das 2001 vom belgischen Entwickler Dries Buytaert ins Leben gerufen wurde. Es ist das CMS der Wahl für anspruchsvolle Projekte: Die Websites der Europäischen Kommission, zahlreicher Universitäten, großer Medienhäuser und Behörden weltweit laufen auf Drupal.
Im Gegensatz zu WordPress oder Joomla ist Drupal kein "Plug and Play"-System. Es erfordert technisches Verständnis – sowohl bei der Einrichtung als auch bei der laufenden Pflege. Dafür bietet es eine Flexibilität und Kontrolle über Inhaltsstrukturen, die kaum ein anderes CMS erreicht.
Stärken von Drupal
- Höchste Flexibilität: Inhaltstypen, Felder, Taxonomien – Drupal lässt sich auf jede denkbare Datenstruktur hin modellieren.
- Skalierbarkeit: Drupal skaliert von kleinen Projekten bis hin zu Websites mit Millionen von Seiten und hohem Traffic.
- Sicherheit: Das Drupal Security Team gilt als eines der aktivsten in der Open-Source-Welt. Kritische Patches erscheinen schnell.
- Benutzerverwaltung: Detaillierte Rollen- und Rechte-Systeme, auch für sehr komplexe Organisationsstrukturen.
- Multisite-Fähigkeit: Eine Drupal-Installation kann mehrere Websites gleichzeitig betreiben.
- API-first Architektur: Drupal eignet sich hervorragend als Headless-CMS mit JSON:API oder GraphQL.
- DSGVO-konform: Da selbst gehostet, volle Kontrolle über alle Daten.
Schwächen von Drupal
- Steile Lernkurve: Ohne technisches Vorwissen ist Drupal kaum nutzbar. Selbst erfahrenen WordPress-Nutzern fällt der Einstieg schwer.
- Aufwändige Einrichtung: Ein funktionsfähiges Drupal-Projekt braucht deutlich mehr Konfigurationszeit als WordPress.
- Höhere Entwicklungskosten: Drupal-Entwickler sind seltener und tendenziell teurer als WordPress-Entwickler.
- Wartungsintensiv: Core- und Modul-Updates müssen regelmäßig eingespielt werden; Major-Versionen erfordern oft aufwändige Migrationen.
- Kleineres Community-Ökosystem: Mit 50.000+ Modulen ist die Auswahl gut – aber überschaubarer als WordPress mit 60.000+ Plugins.
Für Unternehmenswebsites ohne komplexe Inhaltsstrukturen ist WordPress die bessere Wahl – größeres Ökosystem, einfachere Handhabung, mehr verfügbare Entwickler. Drupal lohnt sich, wenn du spezifische Anforderungen hast, die WordPress nicht erfüllt: komplexe Benutzerrollen, maßgeschneiderte Inhaltstypen, Multisite-Betrieb oder Headless-Architektur.
Drupal Wartung: Was ist zu beachten?
Ein häufig unterschätzter Aspekt bei Drupal: die laufende Wartung. Drupal veröffentlicht regelmäßig Sicherheitsupdates für Core und Module. Diese müssen zeitnah eingespielt werden, da Sicherheitslücken in CMS aktiv ausgenutzt werden.
Was umfasst die Drupal-Wartung?
- Regelmäßige Core-Updates (inkl. Minor und Security Releases)
- Modul-Updates (contrib modules)
- PHP-Version aktuell halten (Drupal hat strikte PHP-Anforderungen)
- Datenbank-Optimierung und Backups
- Überwachung auf Kompromittierungen (Drupal-spezifische Security-Checks)
- Beim Major-Upgrade (z.B. Drupal 9 → 10 → 11): vollständige Migrationsplanung nötig
Wer bietet Drupal-Wartung an?
Für professionelle Drupal-Projekte empfiehlt sich ein spezialisierter Wartungsanbieter. Optionen:
- Spezialisierte Drupal-Agenturen: Bieten Wartungspakete ab ca. 200–500 €/Monat je nach Umfang.
- Freelancer mit Drupal-Erfahrung: Flexibler, aber auf Verfügbarkeit achten.
- Managed Drupal Hosting: Anbieter wie Acquia oder Platform.sh übernehmen teils auch Wartungsaufgaben.
- Inhouse-Team: Bei internen Entwicklern möglich, erfordert aber Drupal-Expertise.
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Drupal vs. WordPress vs. TYPO3
| Kriterium | Drupal | WordPress | TYPO3 |
|---|---|---|---|
| Einstieg | 🔴 Schwer | 🟢 Einfach | 🔴 Schwer |
| Flexibilität | 🟢 Sehr hoch | 🟡 Hoch | 🟢 Sehr hoch |
| Sicherheit | 🟢 Sehr gut | 🟡 Gut | 🟢 Sehr gut |
| Entwickler-Markt | 🟡 Mittel | 🟢 Sehr groß | 🟡 Mittel (DACH) |
| Wartungsaufwand | 🔴 Hoch | 🟡 Mittel | 🟡 Mittel |
| Zielgruppe | Enterprise, Behörden | KMU, Blogs, Shops | Enterprise, DACH |
Für wen ist Drupal die richtige Wahl?
Drupal lohnt sich, wenn:
- du sehr komplexe, maßgeschneiderte Inhaltsstrukturen benötigst
- das Projekt stark skalieren muss (Millionen von Inhalten, hohe Last)
- du ein internes Entwicklungsteam oder Budget für eine spezialisierte Agentur hast
- du Drupal als Headless-CMS mit modernem Frontend (React, Vue, Next.js) nutzen willst
- du ein öffentliches Portal, eine Behördenwebsite oder eine Hochschul-Plattform baust
Drupal ist nicht die richtige Wahl, wenn:
- du einen schnellen Launch einer Standard-Website brauchst
- du kein technisches Team oder Budget für Entwicklung hast
- eine einfach zu pflegende Website für ein KMU das Ziel ist
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Häufige Fragen zu Drupal
Für wen ist Drupal geeignet?
Drupal ist für Entwickler, Agenturen und Unternehmen geeignet, die eine hochgradig anpassbare, skalierbare Plattform für komplexe Anforderungen benötigen. Für Einsteiger ohne technische Kenntnisse ist WordPress oder ein Website-Baukasten wie Wix besser geeignet.
Was kostet Drupal?
Drupal selbst ist kostenlos (Open Source). Die Kosten entstehen für Hosting (ab ca. 5–10 €/Monat für einfache Projekte), Entwicklung und Wartung. Enterprise-Projekte mit Drupal können erhebliche Agenturkosten mit sich bringen.
Was ist der Unterschied zwischen Drupal und WordPress?
WordPress ist einfacher zu bedienen und hat ein riesiges Plugin-Ökosystem. Drupal bietet mehr Kontrolle über Inhaltsstrukturen und Benutzerrollen, ist aber deutlich komplexer in der Einrichtung und Pflege. Drupal eignet sich besser für sehr komplexe, maßgeschneiderte Projekte.
Brauche ich für Drupal einen Wartungsanbieter?
Für professionelle Drupal-Projekte ist eine regelmäßige Wartung (Sicherheitsupdates, Core-Updates, Modul-Updates) unbedingt empfehlenswert. Viele Agenturen bieten Drupal-Wartungspakete an. Alternativ kann man selbst aktualisieren, wenn man die technischen Kenntnisse hat.
Welche Drupal-Version ist aktuell?
Drupal 11 ist die aktuelle Hauptversion (Stand 2026). Drupal 10 wird noch unterstützt. Drupal 9 und älter erhalten keine Sicherheitsupdates mehr und sollten dringend migriert werden.